Bisher wird der Schutz von Hinweisgebern in Deutschland vor allem durch die laufende Rechtsprechung der Zivil- und Arbeitsgerichte sichergestellt. Damit stand der Whistleblower regelmäßig im Spannungsfeld zwischen den Loyalitätspflichten als Arbeitnehmer und den Complianceanforderungen. Eine gesetzliche Regelung zum Schutz von Hinweisgebern gab es weder in Deutschland noch in großen Teilen der Europäischen Union. Rechtliche Regelungen zum Hinweisgeberschutz waren bisher nur …
Sind Whistleblower Helden oder Petzen?
In den meisten Fällen sind Whistleblower wahrscheinlich weder das Eine noch das Andere. Auch, wenn in Deutschland häufig die Meinung vorherrscht, dass Whistleblowing etwas mit denunzieren oder verpetzen zu tun hat, zeigen etliche Studien, dass die Motivation der meisten Hinweisgeber eine ganz andere ist.
Der klassische Whistleblower ist ein von seinen ethischen und moralischen Werten beeinflusster Mensch, der Fehlentwicklungen, die …
Was hat Ihr Unternehmen von einem Hinweisgeber-System?
Richtig eingesetzt bedeutet ein Hinweisgeber-System nicht nur zusätzliche Arbeit, sondern sorgt für eine deutliche Verbesserung der Sicherheit Ihres Unternehmens und der Sicherung einer guten Reputation.
Mit einem Hinweisgeber-System lassen sich:
- Missstände aufdecken, die ohne Whistleblower länger unentdeckt geblieben wären und so einen größeren Schaden verursacht hätten
- Reputationsschäden vermeiden
- potenzielle Betrugs- und Korruptionsfälle durch Abschreckung der unrechtmäßig handelnden Personen verhindern
- finanzielle
Attraktivität des internen Meldekanals erhöhen
Der Hinweisgeber hat die Wahl, ob der interne oder der externe Meldekanal genutzt wird. Deswegen: Machen sie ihren internen Meldekanal attraktiv, damit vermeiden sie die Nutzung eines externen Meldekanals bzw. den Gang des Hinweisgebers an die Öffentlichkeit.
Was aber macht aus der Sicht eines Whistleblowers einen Meldekanal attraktiver?
Studien haben gezeigt, dass die Hürde einen Missstand zu melden durch den …
Hinweisgeberschutzgesetz – Der Whistleblowing-Prozess
Als Erstes werfen wir einen Blick auf den gesamten Prozess, der laut Hinweisgeberschutzgesetz auf einen Hinweis zu unrechtmäßigem oder unethischem Verhalten folgen sollte.
Alles beginnt mit der Beobachtung eines unrechtmäßigen oder unethischen Verhaltens im Unternehmen. Diese Beobachtung meldet der Hinweisgeber an eine Meldestelle. Aus Unternehmenssicht bevorzugt an die interne Meldestelle.
Ein Fallbearbeiter nimmt den Hinweis entgegen und prüft in …
Praktische Umsetzung der EU-Whistleblower-Richtlinie
Was bedeuten die neuen Regelungen der EU-Whistleblower-Richtlinie konkret für ihr Unternehmen und wie setzen Sie die Vorgaben des geplanten Hinweisgeberschutzgesetzes an effizientesten um? Diese Frage werden wir in den nächsten Abschnitten beantworten.
Was ist konkret zu tun um die EU-Whistleblower-Richtlinie zu erfüllen?
Falls Ihr Unternehmen mehr als 49 Mitarbeiter hat und Sie noch nicht damit angefangen haben, sollten Sie dringend …
Worin unterscheidet sich das Hinweisgeberschutzgesetz von der EU-Whistleblower-Richtlinie?
Das deutsche Hinweisgeberschutzgesetz weist aufgrund von Öffnungsklauseln der EU-Whistleblower-Richtlinie und teilweise weitergehenden Regelungen einige Abweichungen zur EU-Vorgabe auf. Im Folgenden sind die in der Praxis wichtigsten aufgelistet.
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Rechtliche Grundlagen – EU-Whistleblowerrichtlinie
Was genau ist in der EU-Whistleblowerrichtlinie geregelt?
Die EU-Whistleblower-Richtlinie verpflichtet Unternehmen mit mehr als 50 Mitarbeitern oder mehr als 10 Millionen Euro Jahresumsatz, öffentliche Einrichtungen sowie Gemeinden mit über 10.000 Einwohnern, eine interne Meldestelle für unrechtmäßiges oder unethisches Verhalten einzuführen.
Unternehmen mit 50–249 Mitarbeitern haben eine verlängerte Umsetzungsfrist bis zum 17. Dezember 2023.
Die wichtigsten Regelungen der EU-Whistleblower-Richtlinie auf einen
…Aktueller Stand in Europa
Auf dieser Karte finden Sie den aktuellen Stand der Umsetzung der EU-Whistleblower-Richtlinie in den Mitgliedsstaaten der Europäischen Union.
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Das Hinweisgeberschutzgesetz
Nach etlichen Anläufen wurde das Hinweisgeberschutzgesetz am 11.05.2023 vom Bundestag verabschiedet. Am 02.06.2023 wurde das HinSchG im Bundesgesetzblatt veröffentlicht.
Was bedeutet dies für deutsche Unternehmen?
Die Regelungsinhalte und die Übergangsfristen stehen jetzt endgültig fest. Für Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern ist die Umsetzungfrist recht kurz ausgefallen, bis zum 02.07.2023 müssen die Vorgaben des Hinweisgeberschutzgesetztes umgesetzt werden.










